Themen und Projekte der lokalen Agenda in Ketsch:

 

AK Wohnen und Soziales

Bereich: Sicherheit

Walking Bus

Im Jahr 2007 hat der AK Wohnen und Soziales das Projekt "Walking Bus" für Grundschüler in Angriff genommen.
Hinter dieser Bezeichnung steht die Idee, Grundschüler zu Fuß, begleitet von Erwachsenen, auf einem festgelegten Weg, zu festen Zeiten zur Schule zu bringen. Wie bei einem Schulbus gibt es einen Busfahrer und einen Fahrplan mit Haltestellen.
Der AK Wohnen und Soziales hat dabei in Zusammenarbeit mit den Schulen, der Gemeindeverwaltung und der Polizei ein für die Ketscher Schulen geeignetes "Walking Bus"-Konzept entwickelt.
An beiden Schulen wurden die Eltern durch ein Faltblatt und bei den Elternabenden informiert. Zur Bildung der Buslinien wurden Planungsabende durchgeführt.
Zum Schuljahresbeginn konnten dann an der Alten Grundschule zwei "Walking Bus"-Linien eingerichtet werden. An der Neurottschule waren leider nicht genügend Interessenten vorhanden.
Im Jahr 2008 wurde bei den Eltern der Schulanfänger wieder für den "Walking Bus" geworben. Leider fanden sich nicht genügend Interessenten um eine Buslinie einrichten zu können.

Die folgenden Links bieten Informationen zum "Walking Bus":

"Walking Bus" in Ketsch - Faltblatt (pdf)

www.zufusszurschule.de

Was ist Walking Bus?

Walking Bus in Köln

Walking Bus - Josefschule/Paderborn

 

Notinsel - Anlaufstellen für Kinder in Not

Auf Anregung der Agendagruppe wurde von der Gemeindeverwaltung zum 01.07.2009 das Projekt "Notinsel" gestartet. Notinseln sind Anlaufstellen für Kinder in Not. Dazu haben sich eine Reihe von Geschäften, Arztpraxen und öffentliche Einrichtungen bereiterklärt als Notinsel zu fungieren. In diese Notinseln können Kinder und Jugendliche kommen, wenn sie sich hilflos oder bedroht fühlen. Ob verlorener Schlüssel oder aufgeschlagenes Knie, das Personal der Notinsel wird weiterhelfen.
Das Notinsel-Konzept ist bundesweit einheitlich und basiert auf einer Initiative der Stiftung Hänsel+Gretel mit Sitz in Karlsruhe. Auch in unseren Nachbargemeinden und den umliegenden Städten gibts bereits Notinseln. Alle Notinseln sind mit einem einheitlichen Logo gekennzeichnet.
Der AK Wohnen und Soziales hat die Gemeinde Ketsch bei der Einrichtung des Projektes unterstützt und z.B. die Versorgung der Notinseln mit Infomaterial übernommen.
Wir möchten uns bei allen Geschäften und Einrichtungen für ihre Mitwirkung als Notinsel bedanken. Dies ist ein Zeichen der Solidarität mit den Einwohnern und ein Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in Ketsch.

Unter folgenden Links finden Sie weitere Informationen zur "Notinsel" in Ketsch:

Notinsel in Ketsch

Notinsel-Standorte Ketsch

Projekt Notinsel

Stiftung Hänsel+Gretel

 

Warnfiguren zur Verbesserung der Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr

Zum Schuljahresbeginn 2008/2009 wurden Holzfiguren in Kinderform an neuralgischen Punkten entlang der Schulwege und vor den Schulen durch den Bauhof der Gemeinde Ketsch aufgestellt. Diese Figuren sollen den Autofahrern als Warnung und Erinnnerung dienen, verstärkt auf Kinder zu achten und rücksichtsvoll und defensiv zu fahren.
Das Konzept dieser Aktion wurde vom AK Wohnen und Soziales entwickelt und die Figuren zusammen mit dem Elternbeirat der Alten Grundschule erstellt. Die Kosten wurden von der Gemeinde Ketsch übernommen. Um einen Gewöhnungseffekt zu vermeiden, wurden die Figuren nach einigen Wochen wieder abgebaut und werden dann im Frühjahr wieder an anderen Standorten für einige Wochen zum Einsatz kommen.
Zum nächsten Schuljahresbeginn werden sie wieder an den Schulwegen stehen.

 

Bereich: Entwicklungstrends

Nachhaltigkeitsbericht

Die Agendagruppe erstellte einen Nachhaltigkeitsbericht, der im Oktober ´06 veröffentlicht wurde. Auf der Basis von Daten des Statistischen Landesamtes und anderer Erhebungen ist darin eine Auswahl bearbeiteter Indikatoren (Merkmale) enthalten. Dabei handelt es sich um (Problem-)Bereiche unserer (lokalen) Gegenwart, die erfasst, grafisch ausgewertet und jeweils abschliessend bewertet werden. Der Bericht wurde der Gemeindeverwaltung und dem Gemeinderat vorgestellt und ist für interessierte Bürgerinnen und Bürger als Broschüre im Rathaus erhältlich.

Nachhaltigkeitsbericht - Internet-Version (pdf)

 

Bereich: Mobilität

Mitfahrbörse

Auf der Homepage der Lokalen Agenda 21, Ketsch, wurde die Ketscher Mitfahrbörse eingerichtet. Erreichbar ist die Mitfahrbörse über www.ketsch-lokaleagenda.de oder www.ketsch.de. Angesichts steigender Fahrtkosten erscheint es mehr und mehr sinnvoll private Mitfahrmöglichkeiten anzubieten und diese auch zu nutzen. Die Mitfahrbörse soll also ein Forum für solche Mitfahrangebote und Mitfahrwünsche eröffnen. Die Lokale Agenda erhofft sich eine rege Inanspruchnahme dieser Einrichtung. Ausserdem gibt es auf der Seite der Ketscher Mitfahrbörse noch zahlreiche Hinweise und Informationen zum Thema Mobilität.

 

Bereich: Verkehr

Erfassung von Geschwindigkeitsmessdaten

Nach entsprechender Initiative der Lokalen Agenda 21 von Ketsch, hat die Polizei im Frühjahr 2005 in der Mannheimerstrasse eine Geschwindigkeitsmessung (mit Anhaltestelle) durchgeführt.
Nach Polizeiauskunft wurde dabei eine überdurchschnittliche Überschreitungsrate der zulässigen Geschwindigkeit festgestellt Das ist dort besonders bedeutsam, da dies für viele Schülerinnen und Schüler der Weg zur Neurottschule ist. Bedauerlicherweise konnte die Polizei dabei nicht dem Agenda-Wunsch entsprechen, zugleich auch Schülerinnen und Schüler dieser Schule in diese Aktion mit einzubinden (z.B. durch eine Befragung der gestoppten Verkehrsteilnehmer zu deren verkehrswidrigem Verhalten. Auf Grund des damaligen Ergebnisses, aber auch, um nunmehr Schüler/-innen an einem Verkehrsprojekt teilhaben zu lassen, wurde zum Schuljahresbeginn 2005, dank der umfassenden Unterstüzung durch die Gemeinde Ketsch, dort über einen Zeitraum von 3 Wochen ein sog. Radardisplay installiert. Damit wird nicht nur den Verkehrsteilnehmern deren momentan gefahrene Geschwindigkeit angezeigt, sondern es werden zusätzlich die Messwerte erfasst. Im Verlauf des Messzeitraumes wurden zudem Plakate der Verkehrswacht aufgestellt, und deren Einfluss auf das Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer überprüft. In einem abschliessenden Schritt wurden dann die erfassten Geschwindigkeitsdaten mit Schülerinnen und Schülen der Neurottschule ausgewertet und diskutiert.

Bericht zur Geschwindigkeitsmessung in der Mannheimer Straße und zum Schulprojekt in der Neurottschule (pdf)

 

Bereich: Natur und Umwelt:

Errichten von Insektenhotels

Am 15. Juli 09 wurde das große Insektenhotel im Bruchgelände von Bürgermeister Kappenstein eingeweiht.
Insgesamt wurden an sechs Standorten diese Nistmöglichkeiten für Wildbienen und andere Nutzinsekten (z.B. Schlupfwespen) errichtet. Wildbienen sind, wie die Honigbiene, äußerst wichtig für die Bestäubung vieler Pflanzen. Wildbienen sind heute jedoch bedroht, da ihre Nistmöglichkeiten durch die intensive Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen aber auch durch eine für Wildbienen ungeeignete Gestaltung von privaten Gärten immer weiter zurückgehen. Mit den Insektenhotels möchte die Agendagruppe auf die Wildbienen aufmerksam machen und Beispiele für die Gestaltung von wildbienenfreundlichen Bereichen im eingenen Umfeld geben. Für die einzelnen Insektenhotels konnten Paten gefunden werden, die die Ausgestaltung der Hotels übernehmen. Dies sind die Alte Schule/Agendgruppe, die Doenhoff-Realschule, die Imkerei Martin, der Jugendgemeinderat, die Jugendfeuerwehr, und der Umweltstammtisch. Die Kosten für die Insektenhotels übernimmt die Gemeinde Ketsch. Der Bau der Grundgestelle und die Beratung bzgl. Form und Ausgestaltung der Insektenhotels wurden von Herrn Günter Martin von der Imkerei Martin durchgeführt. Wir freuen uns, dass so viele zum Gelingen diese Projektes ihren Beitrag leisten und möchten uns bei allen herzlich bedanken.

Weitere Informationen zur den Insektenhotels in Ketsch:

Hotels für Insekten?

 

Gestaltung einer Wildblumeninsel

Auf dem Privatgelände eines Mitgliedes des Arbeitskreises „Wohnen und Soziales“ der Lokalen Agenda 21 wurde im Frühjahr 2006 eine ca. 50qm große Wildblumeninsel eingerichtet. Ziel dieses über mehrere Jahre laufenden Projektes ist es, ehemals heimische Wildblumen, die zumeist durch intensive Feldbewirtschaftung mit Einsatz chemischer Pflanzenvernichtungsmittel stark verdrängt worden sind, wieder anzusiedeln. Dazu wurde hochwertiges Saatgut eingesetzt werden. Nach einer Starthilfe, durch Eingangsdüngung mit Mulchmaterial und Anfangsbewässerung, wird diese Wildblumeninsel nur noch in grösseren Abständen gemäht und, da diese Pflanzen in jeglicher Hinsicht genügsam sind, sich weitgehendst selbst überlassen. Es ist zu erwarten, dass sich danach im Umfeld, ausgehend von dieser „Insel“, ebenfalls zunehmend Wildblumen ausbreiten werden, die neben Bienen auch andere Nutzinsekten anziehen. Dies wird dann zunächst der dort auch bestehenden Streuobstwiese zugute kommen. Grundsätzlich aber werden solche Projekte ebenfalls z.B. für Imker von Bedeutung sein, ganz abgesehen davon, dass es für die heimische Flora eine erfreuliche Wiederbereicherung darstellt.

 

Bereich: Alternative Energien

Sammeln von Erkenntnissen über Einflussfaktoren bei der Solarenergiegewinnung

Ebenfalls durch Privatinitiative befindet sich bei einem weiteren Mitglied des Arbeitskreises eine Datenerfassungsanlage in der Fertigstellung. Damit ist geplant, über eine Langzeitmessung Einflussfaktoren bei der Solarenergiegewinnung zu ermitteln. In einem ersten Schritt soll dabei der Einfluss von Staub-Verschmutzungen bei Solarmodulen festgestellt werden. Obgleich von den Herstellern immer wieder versichert wird, dass durch Regennniederschläge diese Module von Staubablagerungen weitgehend gesäubert werden, zeigt andererseits die Erfahrung, dass z.B. Glassflächen auf dem Dach (Dachflächenfenster) ohne zusätzliche Reinigung recht bald „undurchsichtig“ werden. Ein ebensolcher Effekt bei Solarmodulen könnte aber bewirken, dass nicht nur die Sonneneinstrahlung gemindert, sondern die ohnehin vorhandene Erwärmung noch erhöht wird. Erwärmung aber mindert grundsätzlich den Wirkungsgrad dieser Energewinnung. Entscheidend ist letztendlich allerdings, in welchem Masse eine (Grund-)Verschmutzung dazu beiträgt. Da Solarmodule derzeit wegen des hohen Preises für Silizium und des oft noch grossen „Verschnittes“ bei der Aufbereitung zur Modulherstellung sehr teuer sind, erscheint es somit durchaus lohnenswert, unter diesem Gesichtspunkt einmal einen eingehenderen Blick auf diese Frage zu werfen. Der Aufwand dazu ist zwar nicht unerheblich, bietet aber auch interessante Aspekte und ggf. auch die Aussicht auf ebensolche Erkenntnisse.

 

Bereich: Schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen

Aufsatz zum Thema: Reichweite der fossilen Energierträger und Sammlung von Energiespartipps

Dieser Aufsatz und die Sammlung der Energiespartips wurde vom Verein Sonnenernte e.V. zur Verfügung gestellt und zusammen mit der Lokalen Agenda 21 - Ketsch überarbeitet. Korrekturen, Hinweise und Anregungen zu diesem Aufsatz sind willkommen.

Aufsatz Megathema Energie und Energiespartipps (pdf)

 

 

Themen der ehemaligen Arbeitskreise:

AK Familie und Soziales:

- Besichtigung der sozialen und kulturellen Einrichtungen in Ketsch

- Vorschläge zur Verbesserung der altengerechten Wohnanlage auf Anregung der Bewohner

 

AK Natur und Umwelt:

Das Biotopvernetzungskonzept der Gemeinde Ketsch, Streuobst- und
Blumenwiesen waren die wichtigsten Themen des AK Natur und Umwelt.
Dazu die wichtige Frage: Warum ist es bedeutungsvoll, Arten zu erhalten,
selbst wenn sie für den Menschen nicht nützlich sind?

- Erstens deshalb, weil eine Art die einmal ausgestorben ist, nie
wiederkehren kann. Sie wurde im Lauf von Jahrmillionen, was sie heute ist.

- Zweitens kann man nicht wissen, welche Arten vielleicht doch noch für
den Menschen wertvoll werden. So hat z. B. die Kartoffel in Europa
zuerst eine Zeit erlebt, in der sie überhaupt nicht geschätzt wurde.

- Man hat bei vielen Arten untersucht, ob sie sich für Heilzwecke
eignen, hat aber bis heute nicht einmal 2 Prozent aller Blütenpflanzen
der Welt prüfen können.

- Schließlich hat jede Art im Naturhaushalt ihre Bedeutung. Fällt eine
Art in ihrer Lebensgemeinschaft aus, kann das für weitere Arten
ebenfalls das Ende bedeuten.

Deshalb wurde 2004 monatlich zum Forum Naturgarten eingeladen.

 

AK Wohnen und Verkehr:

- Fahrradverkehr in Ketsch

- Verkehrsbelastung und öffentlicher Nahverkehr

 

Letzte Änderung: 14.05.14 / GM